| Microsoft
Security Bulletin MS03-026
Pufferüberlauf in RPC-Schnittstelle kann
Codeausführung ermöglichen (823980)
Erstveröffentlichung: 16. Juli 2003 (letzte
Aktualisierung am 12. August 2003)
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Gliederung dieses Bulletins
Zusammenfassung Technische
Details Häufig
gestellte Fragen (FAQs) Problemumgehungen Verfügbarkeit
des Patches Sonstige
Informationen
Zusammenfassung
Wer sollte dieses Bulletin lesen: Benutzer von
Microsoft Windows
Auswirkungen der Sicherheitsanfälligkeiten:
Verwenden von beliebigem Code durch Angreifer
Bewertung des maximalen Schweregrads:
Kritisch
Empfehlung: Benutzer sollten den Patch sofort
installieren.
Betroffene Software:
- Microsoft Windows NT 4.0
- Microsoft Windows NT 4.0 Terminal Server Edition
- Microsoft Windows 2000
- Microsoft Windows XP
- Microsoft Windows Server 2003
Nicht betroffene Software:
- Microsoft Windows Millennium Edition (Me)

Technische
Details
Microsoft hat dieses Bulletin und den zugehörigen
Patch erstmals am 16. Juli 2003 veröffentlicht, um eine
Sicherheitsanfälligkeit zu beseitigen, die in Windows an
einer DCOM-Schnittstelle (Distributed Component Object
Model) mit RPC (Remote Procedure Call) besteht. Der
Patch war und ist nach wie vor effektiv in der
Beseitigung der Anfälligkeit. Allerdings wurden in den
"Schadensbegrenzenden Faktoren" und den
"Problemumgehungen" im Original-Bulletin nicht alle
Ports, über die diese Sicherheitsschwachstelle
ausgenutzt werden kann, klar identifiziert. Das Bulletin
wurde aktualisiert, um darzulegen, über welche Ports die
RPC-Dienste aufgerufen werden können. Zudem soll
sichergestellt werden, dass Kunden, die temporär eine
Problemumgehung nutzen, bevor sie den Patch
installieren, alle hierfür erforderlichen Informationen
zur Hand haben. Kunden, die den Patch bereits
installiert haben, sind vor versuchten Ausnutzungen
dieser Anfälligkeit geschützt und müssen keine weiteren
Aktionen vornehmen.
Zusätzlich wurde das Bulletin um Informationen zur
Unterstützung dieses Patches durch das Windows 2000
Service Pack 2 (SP2) erweitert.
Remote
Procedure Call (RPC) ist ein Protokoll, das vom
Betriebssystem Windows verwendet wird. RPC stellt einen
Mechanismus für die Kommunikation zwischen Prozessen zur
Verfügung, das Programmen, die auf einem Computer
verwendet werden, erlaubt, Code nahtlos auf einem
Remotesystem auszuführen. Das Protokoll selbst ist vom
RPC-Protokoll von OSF (Open Software Foundation)
abgeleitet. Es wurden jedoch einige
Microsoft-spezifische Erweiterungen hinzugefügt.
Der Teil von RPC, der den Nachrichtenaustausch über
TCP/IP verarbeitet, weist eine Sicherheitslücke auf. Der
Fehler erfolgt durch falsche Verarbeitung ungültiger
Nachrichten. Diese spezielle Sicherheitsanfälligkeit
bezieht sich auf eine DCOM-Schnittstelle
(Distributed Component Object Model) mit RPC, die
TCP/IP-Port 135 abfragt. Diese Schnittstelle verarbeitet
DCOM-Objektaktivierungsanforderungen (z. B. UNC-Pfade
(Universal Naming Convention)), die von Clientcomputern
an den Server gesendet werden.
Um diese Sicherheitsanfälligkeit ausnutzen zu können,
müsste ein Angreifer eine speziell gestaltete
Anforderung an den Remotecomputer an Port 135
senden.
Schadensbegrenzende Faktoren:
- Zum Ausnutzen dieser Sicherheitsanfälligkeit
müsste ein Angreifer eine speziell gestaltete
Anforderung an Port 135, 139, 445, 593 bzw. an jeden
anderen speziell für RPC konfigurierten Port auf dem
Remotecomputer senden können. In Intranetumgebungen
kann auf diese Ports normalerweise zugegriffen werden,
bei mit dem Internet verbundenen Computern sind sie
jedoch üblicherweise durch eine Firewall blockiert.
Sollte dieser Port nicht blockiert sein oder eine
Intranetkonfiguration verwendet werden, benötigt der
Angreifer keine zusätzlichen Berechtigungen.
- Bewährte Methoden empfehlen das Blockieren aller
TCP/IP-Ports, die nicht tatsächlich verwendet werden,
und auch die meisten Firewalls – einschließlich der
Windows Internet Connection Firewall (ICF) –
blockieren diese Ports standardmäßig. Beim Großteil
der mit dem Internet verbundenen Computern sollte aus
diesem Grund RPC über TCP oder UDP gesperrt sein. RPC
über TCP oder UDP ist nicht für den Einsatz in
potenziell feindlichen Umgebungen wie dem Internet
konzipiert. Für potentziell feindliche Umgebungen
stehen stabilere Protokolle wie RPC über HTTP zur
Verfügung.
Mehr über das Sichern von RPC für
Client und Server erfahren
Sie in diesem Artikel.
Mehr über die von RPC
verwendeten Ports erfahren
Sie in diesem Artikel.
Bewertung des Schweregrads:
- Microsoft Windows NT 4.0 - Kritisch
- Microsoft Windows NT 4.0 Terminal Server Edition -
Kritisch
- Microsoft Windows 2000 - Kritisch
- Microsoft Windows XP - Kritisch
- Microsoft Windows Server 2003 - Kritisch
Die oben getroffene Bewertung
basiert auf den von der Sicherheitsanfälligkeit
betroffenen Systemarten, ihren typischen
Bereitstellungsmustern und den möglichen Auswirkungen,
die ein Angriff der Sicherheitsanfälligkeit auf sie
hat.
Kennung der
Sicherheitsanfälligkeit: CAN-2003-0352
Getestete Versionen:
Microsoft hat Windows 98, Windows 98 Second Edition,
Windows Me, Windows NT 4.0, Windows NT 4.0 Terminal
Server Edition, Windows 2000, Windows XP und Windows
Server 2003 getestet, um einzuschätzen, inwiefern diese
von der Sicherheitsanfälligkeit betroffen sind. Frühere
Versionen werden nicht mehr unterstützt
und sind möglicherweise ebenfalls von dieser
Sicherheitsanfälligkeit betroffen.

Häufig gestellte
Fragen (FAQs)
Warum hat Microsoft das Bulletin
überarbeitet?
Nach der Erstveröffentlichung dieses Security
Bulletins wurde Microsoft darauf aufmerksam gemacht,
dass zusätzliche Ports, die RPC involvieren, zu einer
Ausnutzung dieser Sicherheitsschwachstelle verwendet
werden können. Informationen zu diesen Ports wurden
unter in diesem Bulletin unter Schadensbegrenzende
Faktoren und unter Problemumgehungen eingefügt.
Ich habe den Patch nach der Erstveröffentlichung
des Bulletins installiert. Ist mein Computer trotzdem
noch geschützt?
Ja. Es wurde keine Aktualisierung des Patches
vorgenommen. Die zusätzlichen Informationen sind für
Kunden bestimmt, die eine temporäre Problemumgehung
nutzen wollen, bis sie den Patch installieren
können.
Wird der Patch von Windows 2000 Service Pack 2
unterstützt?
Der Patch kann unter Windows 2000 Service Pack 2
installiert werden. Allerdings bietet Microsoft
entsprechend dem Microsoft
Support Lifecycle keinen Support mehr für diese
Produktversion an. Außerdem wurde die Wirksamkeit des
Patches unter Windows 2000 Service Pack 2 nur in
minimalem Umfang gestestet. Microsoft empfiehlt Kunden,
die derzeit noch Windows 2000 Service Pack 2 einsetzen,
baldmöglich ein Upgrade auf eine aktuelle Produktversion
durchzuführen. Die Microsoft Product Support Services
werden Kunden, die den Patch unter Windows 2000 Service
Pack 2 installieren, zur Verfügung stehen, falls durch
die Installation ein Problem auftritt.
Worin genau besteht die
Sicherheitsanfälligkeit?
Es handelt sich bei dieser Sicherheitsanfälligkeit um
einen Pufferüberlauf (Buffer
Overrun). Wenn ein Angreifer diese Schwachstelle
erfolgreich ausnutzen kann, kann er die vollständige
Kontrolle über einen Remotecomputer erlangen. Dies
ermöglicht dem Angreifer das Durchführen aller
gewünschten Aktionen auf dem Server, z. B. das Ändern
von Webseiten, das Neuformatieren der Festplatte oder
das Hinzufügen neuer Benutzer zur Gruppe Lokale
Administratoren.
Um einen solchen Angriff
durchführen zu können, müsste ein Angreifer eine
ungültige Nachricht an den RPC-Dienst senden können und
auf diese Weise das Fehlschlagen des Zielcomputers
bewirken, so dass willkürlicher Code ausgeführt werden
kann.
Die beste Verteidigung gegen
RPC-Remoteangriffe aus dem Internet besteht im
Konfigurieren der Firewall für die Blockierung von Port
135. RPC über TCP ist nicht für den Einsatz in
potenziell feindlichen Umgebungen wie dem Internet
konzipiert.
Was ist die Ursache dieser
Sicherheitsanfälligkeit?
Die Sicherheitsanfälligkeit ergibt sich, weil der
RPC-Dienst von Windows unter bestimmten Umständen
Nachrichteneingaben nicht einwandfrei überprüft. Wenn
ein Angreifer eine bestimmte Art von ungültiger
RPC-Nachricht sendet, nachdem RPC eine Verbindung
hergestellt hat, kann dies bewirken, dass eine zugrunde
liegende DCOM-Schnittstelle
mit RPC auf dem Remotecomputer so fehlschlägt, dass
willkürlicher Code ausgeführt werden kann.
Was ist DCOM?
DCOM (Distributed Component Object Model) ist ein
Protokoll, das Softwarekomponenten die direkte
Kommunikation über ein Netzwerk ermöglicht. Zuvor als
"Network OLE" bezeichnet, wurde DCOM zur Verwendung
mehrerer Netzwerktransportdienste entwickelt, z. B
Internetprotokolle wie HTTP. Weitere Informationen zu
DCOM finden
Sie hier.
Was ist RPC?
RPC (Remote Procedure Call oder Remoteprozeduraufruf)
ist ein Protokoll, das ein Programm zum Anfordern eines
Dienstes von einem Programm verwenden kann, das sich auf
einem anderen Computer in einem Netzwerk befindet. RPC
unterstützt die Interoperabilität, da das Programm, das
RPC verwendet, die Netzwerkprotokolle nicht kennen muss,
die die Kommunikation unterstützen. In RPC stellt das
anfordernde Programm den Client und das den Dienst
anbietende Programm den Server dar.
Was sind COM Internet Services (CIS) und RPC über
HTTP?
Die Component Object Model (COM) Internet Services
(CIS) unterstützen das DCOM-Transportprotokoll
(Distributed COM), das als Tunneling Transmission
Control Protocol (TCP) bekannt ist. TCP ermöglicht die
Ausführung von DCOM-Anforderungen über den TCP-Port
80.
Die CIS-Dienste und ihre Nachfolger, RPC über
HTTP, ermöglichen die Kommunikation zwischen Clients und
Servern unter der Überwachung der meisten Proxy-Server
und Firewalls. Dadurch schaffen sie die Grundlage für
COM-basierte Internetszenarien.
Wie kann ich feststellen, ob die CIS-Dienste auf
meinem Computer installiert sind?
Die beste Möglichkeit festzustellen, ob CIS oder RPC
über HTTP installiert sind, besteht darin, den Computer
nach der Datei RPCPROXY.DLL zu durchsuchen. Falls die
Datei gefunden wird, sind die CIS-Dienste
installiert.
So durchsuchen Sie den Computer nach Dateien:
Start--> Suchen--> Dateien und Ordnern. Geben Sie
den Namen der gesuchten Datei ein und klicken Sie auf
Suchen. Der Suchvorgang kann einige Minuten in Anspruch
nehmen, abhängig von der Größe Ihrer Festplatte.
Wo liegt der Fehler in der RPC-Implementierung von
Microsoft?
Der Teil von RPC, der den Nachrichtenaustausch über
TCP/IP verarbeitet, weist einen Fehler auf. Der Fehler
erfolgt durch falsche Verarbeitung ungültiger
Nachrichten. Dieser spezielle Fehler bezieht sich auf
eine zugrunde liegende DCOM-Schnittstelle, die
TCP/IP-Port 135 abfragt und über die Ports 139 und 445
erreicht werden kann. Durch das Senden einer ungültigen
RPC-Nachricht könnte ein Angreifer bewirken, dass der
RPC-Dienst auf dem Computer so fehlschlägt, dass
willkürlicher Code ausgeführt werden kann.
Ist dies ein Fehler in der
RPC-Endpunktzuordnung?
Nein. Zwar fragt die RPC-Endpunktzuordnung den
TCP-Port 135 ab, der Fehler tritt jedoch in einer
DCOM-Schnittstelle auf niedriger Ebene im RPC-Prozess
auf. Die RPC-Endpunktzuordnung ermöglicht RPC-Clients
das Ermitteln der Portnummer, die einem bestimmten
RPC-Dienst aktuell zugewiesen ist. Ein Endpunkt ist ein
Protokollport oder eine Named Pipe, den bzw. die die
Serveranwendung auf Client-RPCs überwacht.
Client/Serveranwendungen können entweder bekannte oder
dynamische Ports verwenden.
Im Security Bulletin MS03-010 wird ebenfalls RPC
erwähnt, allerdings konnte die Sicherheitsanfälligkeit
von Windows NT 4.0 dort nicht behoben werden. Wieso ist
dies jetzt möglich? In diesem Fall liegt der
Fehler in einer zugrundeliegenden DCOM-Schnittstelle zu
RPC. Er betrifft nicht die gesamte RPC-Implementierung
oder die RPC-Endpunktzuordnung selbst. Aus diesem Grund
konnten wir das Problem beheben, ohne – wie es beim
Bulletin MS03-10
der Fall gewesen wäre – große Teile des Betriebssystems
Windows NT 4.0 überarbeiten zu müssen.
Wie könnten Angreifer diese
Sicherheitsanfälligkeit ausnutzen?
Ein Angreifer, der diese Sicherheitsanfälligkeit
erfolgreich ausnutzt, könnte Code mit der Berechtigung
Lokales System auf dem betroffenen System
ausführen. Der Angreifer wäre in der Lage, beliebige
Aktionen auf dem System auszuführen. Beispielsweise
könnte er Programme installieren, Daten anzeigen, ändern
bzw. löschen oder neue Konten mit vollständigen
Privilegien erstellen.
Wie würden Angreifer vorgehen, um diese
Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen?
Ein Angreifer könnte diese Sicherheitsanfälligkeit
ausnutzen, indem er einen Computer programmiert, der mit
einem gefährdeten Server über TCP-Port 135 kommuniziert,
um eine bestimmte Art von ungültiger RPC-Nachricht zu
senden. Der Empfang einer solchen Nachricht kann
bewirken, dass der RPC-Dienst auf dem gefährdeten
Computer so fehlschlägt, dass willkürlicher Code
ausgeführt werden kann.
Wer könnte diese Sicherheitsanfälligkeit
ausnutzen?
Jeder Benutzer, der eine TCP-Anforderung an Port 135
auf einem betroffenen Computer übermitteln kann, könnte
versuchen, diese Sicherheitsanfälligkeit auszunutzen. Da
RPC-Anforderungen in allen Versionen von Windows
standardmäßig aktiviert sind, bedeutet dies im
Wesentlichen, dass jeder Benutzer, der eine Verbindung
mit einem betroffenen Computer herstellen kann, diese
Sicherheitsanfälligkeit potenziell ausnutzen
kann.
Der Zugriff auf die betroffene Komponente
über einen anderen Weg könnte auch möglich sein, indem
z. B. durch interaktives Anmelden am System oder durch
Verwenden einer anderen Anwendung auf ähnliche Weise,
die Parameter lokal oder remote an die gefährdete
Komponente übergeben werden.
Was bewirkt der Patch?
Der Patch behebt die Sicherheitsanfälligkeit, indem
die DCOM-Schnittstelle so geändert wird, dass sie die an
sie übergebenen Informationen einwandfrei überprüft.

Problemumgehungen
Gibt es Möglichkeiten, das Problem zu umgehen und
die Ausnutzung dieser Sicherheitsanfälligkeit zu
verhindern, während ich das Patch teste bzw.
bewerte?
Ja. Auch wenn Microsoft allen Kunden rät, das Patch
so früh wie möglich zu installieren, gibt es mehrere
Möglichkeiten, das Problem zwischenzeitlich zu umgehen
und die Ausnutzung der Sicherheitsanfälligkeit zu
verhindern. Es gibt keine Garantie, dass diese
Problemumgehungen gegen alle möglichen Ansätze, die
Anfälligkeit für einen Angriff auszunutzen, wirksam
sind.
Diese Problemumgehungen sollten nur als
Übergangslösungen angesehen werden, da sie lediglich zum
Abwehren der Angriffe dienen, anstatt die zugrunde
liegende Sicherheitsanfälligkeit zu beheben.
- Blockieren Sie die UDP-Ports 135, 137, 138, 445
und die TCP-Ports 135, 139, 445, 593 an Ihrer
Firewall. Deaktivieren Sie die COM Internet Services
(CIS) und RPC über HTTP, die die Ausführung von
DCOM-Anfragen an den TCP-Ports 80 und 443
ermöglichen.
Diese Ports werden zum Einleiten
einer RPC-Verbindung mit einem Remotecomputer
verwendet. Das Blockieren der Ports an der Firewall
tragen dazu bei, dass Systeme hinter der Firewall
angegriffen werden können. Zudem sollten Sie
sicherstellen, dass alle anderen speziell für RPC
konfigurierten Ports blockiert sind.
Falls CIS
und RPC über HTTP aktiviert sind, ermöglicht dies,
dass DCOM-Anforderungen über die TCP-Ports 80 und 443
(nur bei Windows XP und Windows Server 2003)
ausgeführt werden können. Stellen Sie sicher, dass CIS
und RPC über HTTP auf allen betroffenen Systemen
deaktiviert sind.
Weitere Informationen zum
Deaktivieren von CIS finden Sie im Microsoft Knowledge
Base-Artikel 825819.
Weitere
Informationen zu RPC über HTTP finden
Sie hier.
- Aktivieren Sie die Internetverbindungsfirewall
(nur in Windows XP und Windows Server 2003 verfügbar).
Deaktivieren Sie die COM Internet Services (CIS) und
RPC über HTTP, die die Ausführung von DCOM-Anfragen an
den TCP-Ports 80 und 443 ermöglichen.
Wenn Sie
die Internetverbindungsfirewall in Windows XP oder
Windows Server 2003 zum Schützen Ihrer
Internetverbindung verwenden, wird eingehender
RPC-Verkehr aus dem Internet standardmäßig
blockiert.
Weitere Informationen zum
Deaktivieren von CIS finden Sie im Microsoft Knowledge
Base-Artikel 825819.
Weitere
Informationen zu RPC über HTTP finden
Sie hier.
- Blockieren Sie die betroffenen Ports mit einem
IPSEC-Filter. Deaktivieren Sie die COM Internet
Services (CIS) und RPC über HTTP, die die Ausführung
von DCOM-Anfragen an den TCP-Ports 80 und 443
ermöglichen.
Auf Windows 2000-Computern können
Sie die Netzwerkkommunikation mit einem IPSec-Filter
(Internet Protocol Security) kontrollieren.
Detaillierte Informationen zu IPSec und der Anwendung
von Filtern finden Sie in den Microsoft Knowledge
Base-Artikeln 313190
und 813878.
Stellen Sie sicher, dass CIS und RPC über HTTP auf
allen betroffenen Systemen deaktiviert
sind.
Weitere Informationen zum Deaktivieren
von CIS finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel
825819.
Weitere
Informationen zu RPC über HTTP finden
Sie hier.
- Deaktivieren Sie DCOM auf allen betroffenen
Computern:
Wenn ein Computer Teil eines
Netzwerks ist, ermöglicht das DCOM-Protokoll, dass
COM-Objekte auf dem betreffenden Computer mit
COM-Objekten auf anderen Computern kommunizieren
können. Sie können DCOM zum Schutz vor dieser
Sicherheitsanfälligkeit für einen bestimmten Computer
deaktivieren. In diesem Fall wird jedoch die gesamte
Kommunikation zwischen Objekten auf diesen Computern
und Objekten auf anderen Computern
deaktiviert.
Wenn Sie DCOM auf einem
Remotecomputer deaktivieren, können Sie nachher nicht
mehr remote auf diesen Computer zugreifen, um DCOM
erneut zu aktivieren. Um DCOM erneut zu aktivieren,
benötigen Sie physischen Zugriff auf diesen
Computer
So aktivieren (oder deaktivieren) Sie
DCOM manuell für einen Computer:
- Führen Sie Dcomcnfg.exe aus.
Wenn
Sie Windows XP oder Windows Server 2003 verwenden,
führen Sie die folgenden zusätzlichen Schritte
durch:
- Klicken Sie unter Konsolenstamm auf den
Knoten Komponentendienste.
- Öffnen Sie den Unterordner Computer.
- Klicken Sie für den lokalen Computer mit der
rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und
wählen Sie dann Eigenschaften aus.
- Klicken Sie für einen Remotecomputer mit der
rechten Maustaste auf den Ordner Computer,
wählen Sie Neu und dann Computer
aus. Geben Sie den Computernamen ein. Klicken Sie
mit der rechten Maustaste auf den Namen dieses
Computers, und wählen Sie dann
Eigenschaften aus.
- Klicken Sie auf die Registerkarte
Standardeigenschaften.
- Aktivieren (oder deaktivieren) Sie das
Kontrollkästchen DCOM (Distributed COM) auf
diesem Computer aktivieren.
- Wenn Sie weitere Eigenschaften für den Computer
festlegen, klicken Sie auf die Schaltfläche
Übernehmen, um DCOM zu aktivieren (oder zu
deaktivieren). Klicken Sie andernfalls auf
OK, um die Änderungen zu übernehmen und
Dcomcnfg.exe zu
beenden.
Weitere Informationen zum
Deaktivieren von DCOM finden Sie im Microsoft
Knowledge Base-Artikel 825750.
Hinweis:
Unter Windows 2000 ist die oben beschriebene
Vorgehensweise zum Deaktivieren von DCOM nur mit
installiertem Service Pack 3 oder Service Pack 4
anwendbar. Falls Sie Windows 2000 Service Pack 2
einsetzen, sollten Sie ein Upgrade auf ein neueres
Service Pack durchführen oder eine der anderen
Problemumgehungen nutzen.

Verfügbarkeit
des Patches
Downloadadresse für diesen
Patch
Installationsplattformen:
- Der Windows NT 4.0-Patch kann auf Systemen mit Service
Pack 6a installiert werden.
- Der Windows NT 4.0 Terminal Server Edition-Patch
kann auf Systemen mit Windows NT 4.0 Terminal Server
Edition Service
Pack 6 installiert werden.
- Der Windows 2000-Patch kann auf Systemen mit
Windows 2000 Service
Pack 3 oder Service
Pack 4 installiert werden.
- Der Patch für Windows XP kann auf Systemen mit
Windows XP Gold oder Service
Pack 1 installiert werden.
- Der Patch für Windows Server 2003 kann auf
Systemen unter Windows Server 2003 Gold installiert
werden.
Aufnahme in zukünftige Service Packs: Die
Fehlerbehebung für dieses Problem wird in Windows 2000
Service Pack 5, Windows XP Service Pack 2 und Windows
Server 2003 Service Pack 1 enthalten sein.
Neustart erforderlich: Ja
Deinstallation des Patches möglich: Ja
Frühere Patches: Keine
Überprüfung der Patchinstallation:
- Windows NT 4.0: Um zu überprüfen, ob der Patch auf
dem Computer installiert wurde, stellen Sie sicher,
dass alle im Knowledge Base-Artikel 823980
aufgelisteten Dateien auf dem Computer vorhanden
sind.
- Windows NT 4.0 Terminal Server Edition: Um zu
überprüfen, ob der Patch auf dem Computer installiert
wurde, stellen Sie sicher, dass alle im Knowledge
Base-Artikel 823980
aufgelisteten Dateien auf dem Computer vorhanden
sind.
- Windows 2000: Um zu überprüfen, ob der Patch auf
dem Computer installiert wurde, stellen Sie sicher,
dass folgender Registrierungsschlüssel auf dem
Computer erstellt wurde:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Updates\Windows
2000\SP5\KB823980.
Um die einzelnen Dateien zu
überprüfen, verwenden Sie die Informationen zu Datum,
Uhrzeit und Version der Dateiliste im Knowledge
Base-Artikel 823980.
- Windows XP: Um zu überprüfen, ob der Patch auf dem
Computer installiert wurde, stellen Sie sicher, dass
folgender Registrierungsschlüssel auf dem Computer
erstellt wurde:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Updates\Windows
XP\SP2\KB823980.
Um die einzelnen Dateien zu
überprüfen, verwenden Sie die Informationen zu Datum,
Uhrzeit und Version der Dateiliste im Knowledge
Base-Artikel 823980.
- Windows XP Gold: Um zu überprüfen, ob der Patch
auf dem Computer installiert wurde, stellen Sie
sicher, dass folgender Registrierungsschlüssel auf dem
Computer erstellt wurde:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Updates\Windows
XP\SP1\KB823980.
Um die einzelnen Dateien zu
überprüfen, verwenden Sie die Informationen zu Datum,
Uhrzeit und Version der Dateiliste im Knowledge
Base-Artikel 823980.
- Windows Server 2003: Um zu überprüfen, ob der
Patch auf dem Computer installiert wurde, stellen Sie
sicher, dass folgender Registrierungsschlüssel auf dem
Computer erstellt wurde:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Updates\Window
Server 2003\SP1\KB823980.
Um die einzelnen
Dateien zu überprüfen, verwenden Sie die Informationen
zu Datum, Uhrzeit und Version der Dateiliste im
Knowledge Base-Artikel 823980.
Vorsichtsmaßnahmen: Keine
Lokalisierung: Lokalisierte Versionen
dieses Patches sind unter den im Abschnitt
"Verfügbarkeit des Patches" genannten Adressen
verfügbar.
Weitere Sicherheitspatches Patches für
andere Sicherheitsrisiken sind unter den folgenden
Adressen erhältlich:
- Sicherheitspatches sind im Microsoft
Download Center verfügbar und können am
einfachsten durch eine Schlüsselwortsuche nach dem
Begriff "security_patch" ermittelt werden.
- Patches für Kundenplattformen können Sie auf der
Website Windows
Update abrufen.

Sonstige
Informationen
Danksagung:
Microsoft dankt
der Forschungsgruppe The
Last Stage of Delirium Research Group, dass sie
dieses Problem an uns gemeldet und zum Schutz unserer
Kunden mit uns zusammengearbeitet haben.
Support:
- Der Microsoft Knowledge Base-Artikel 823980
befasst sich genauer mit diesem Sicherheitsrisiko und
ist etwa 24 Stunden nach Erscheinen dieses Bulletins
erhältlich. Knowledge Base-Artikel finden Sie auf der
Website zum Microsoft-Onlinesupport.
- Technischer Support ist über Microsoft-Produktsupport
erhältlich. Supportanrufe zu Sicherheitspatches sind
kostenlos.
Sicherheitsressourcen:
Die Website Microsoft
TechNet-Sicherheit bietet zusätzliche Informationen
zur Sicherheit der Microsoft-Produkte.
Verzichtserklärung:
Die Informationen der Microsoft Knowledge Base werden
wie besehen und ohne jede Gewährleistung bereitgestellt.
Microsoft schließt alle anderen Garantien, gleich ob
ausdrücklich oder konkludent, einschließlich der
Garantien der Handelsüblichkeit oder Eignung für einen
bestimmten Zweck aus. In keinem Fall kann Microsoft
Corporation und/oder deren jeweilige Lieferanten haftbar
gemacht werden für Schäden irgendeiner Art,
einschließlich direkter, indirekter, zufällig
entstandener Schäden, Folgeschäden, Folgen entgangenen
Gewinns oder spezieller Schäden, selbst dann nicht, wenn
Microsoft Corporation und/oder deren jeweilige
Lieferanten auf die mögliche Entstehung dieser Schäden
hingewiesen wurde. Weil in einigen
Staaten/Rechtsordnungen der Ausschluss oder die
Beschränkung einer Haftung für zufällig entstandene
Schäden oder Folgeschäden nicht gestattet ist, gilt die
obige Einschränkung eventuell nicht für sie.
Revisionen:
- V1.0 (16.07.03): Erstellung des Bulletins
- V1.1 (18.07.03): Registry-Key für die Überprüfung
der Patch-Installation unter Windows XP Gold eingefügt
- V1.2 (21.07.03): Schadensbegrenzende Faktoren und
Problemumgehungen aktualisiert und durch Informationen
zu weiteren betroffenen Ports ergänzt
- V1.3 (27.07.03): Abschnitt Problemumgehungen um
weitere Informationen zur Deaktivierung von DCOM
ergänzt
- V1.4 (12.08.03): Informationen zur Unterstützung
des Patches durch das Windows 2000 Service Pack 2
ergänzt und weitere Informationen im Abschnitt
Problemumgehungen eingefügt

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